So wird die Eishockey-Maske von Olympia-Torhüter Dennis Endras bemalt


Ich stehe in Kontakt mit den Torhütern das
ganze Jahr über. Es werden immer Masken geplant für irgendwelche
Eventspiele. Und so ist natürlich auch die Anfrage für
Olympia ziemlich kurzfristig gekommen. Es war ein Dienstag, die Nominierung der deutschen
Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele. Zwei Tage später war die erste Maske schon
da. Es muss wirklich ziemlich fix gehen. Die Maske wird sehr präzise geschliffen. Es sollte keine glänzende Stelle mehr an
der Maske sein. Danach wird ein weißer, wassersaugender Lack
aufgebracht – sehr wichtig für die Airbrushfarben, weil es ja Wasserfarben sind. Dann kann es schon weitergehen, dass die Schablonen
angebracht werden, natürlich erst nach Rücksprache mit den Torhütern. Das Design wird festgelegt, die Farbgebung
wird festgelegt. Bei der Maske von Dennis Endras war es viel
filigraner. Die Federn bestehen aus Tausenden von Vektoren,
was am Computer graphisch dargestellt wird. Der Plotter schneidet mir das. Das wird übertragen auf die Maske und es
ist wirklich eine Arbeit, die fast chirurgisch ist. Im Millimeterbereich muss ausgehoben werden. Es muss geguckt werden, wo ist die helle Farbe,
wo ist die dunkle. Es darf kein Fehler entstehen. Und dann werden in der Reihenfolge rückwärts
nach vorne die Schablonen rausgenommen, Schattierungen gesetzt, und so entsteht dann das Design der
Maske. Die Maske kommt nach dem Airbrush zur ersten Klarlackschicht,
hat eine Trockenphase von zirka einem Tag. Danach wird noch einmal zwischengeschliffen
und die zweite Klarlackschicht aufgebracht. Das ist ein wahnsinniges Gefühl, wenn man
im Fernsehen sieht, und ich glaube, um die zwei Milliarden sollen die Spiele anschauen,
dass man weiß, der Torhüter trägt eine Maske, die noch vor 14 Tagen in meiner Hand
war zur Bearbeitung.

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